Eingestellt am 29. September 2016 · Eingestellt in Energy Capital Invest/ DOGAG, Videos

Guten Morgen,

ich möchte Sie gerne an der aktuellen stattgefundenen Exkursion in Alaska und der Bohrplattform (DOGAG) teilhaben lassen…
unglaubliche Eindrücke mit Fotos, Texten und Filmen sollten Sie sich nicht entgehen lassen…
Genießen Sie Sie die kurzweiligen Informationen über die aktuelle Situation „Live“ vor Ort.

Förderplattform

Here we go…Der Weg über Grönland!

…und weiter via Mount McKinley (denali) – der höchste Berg Nordamerikas – heute ausnahmsweise mal ohne Wolken

 

By the way: News von Bruce Webb (Kenai/ der Kitchen Lights Unit): Die „Completion“ der Bohrung in 2016 ist abgeschlossen – schon in rund einer Woche produzieren wir aus dem zweiten Well! Aufgrund der guten Porosität und den somit hohen möglichen Fördermengen wurde ein rund doppelt so großes Förderrohr (4″) als noch bei KLU#3 a verbaut. Die gerade fertiggestellte Bohrung produziert dabei erstmal aus nur vier von insgesamt mehr als 20 (!!!) nachgewiesenen Förderschichten – je zwei aus der „Beluga-“ und zwei aus der „Sterlingschicht“. (Nachtrag: aktuell immense 7mmcf – BESTE Förderrate die es in der Region JEMALS gegeben hat!!!)

 

 

 

Auf dem Weg zur Bohrplattform „Randolph Yost und -unserer gemeinsamen Produktionsplattform „Julius R.


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 „UNSERE“ Bohr- und Produktionsplattform: UNGLAUBLICH was wir gemeinsam in den letzen sechs Jahren erreicht haben….und es kommt noch besser 🙂


Aber immer der Reihe nach:-))

Im Auto mit Bruce Webb zum Heliport – und mit Infos zum Markt und den wesentlichen Teilnehmern auf der Kenai-Halbinsel:

  • LNG-Terminal von ConocoPhillips, gebaut zwischen 1972 und 74, die einzige Gasverflüssigungsanlage mit einer Exportlizenz in den USA(!!! WICHTIG!!!) – wir haben sie im Sommer mit Gas beliefert.

  • Danach Homer Electric, ein Gasversorger mit rund 30.000 Kunden auf der Kenaihalbinsel – und unser erster großer Gasvertrag. Wir beliefern Homer Electric derzeit exklusiv mit mindestens 12,5 mcf pro Tag.

  • Zuletzt die Düngemittelfabrik von Agrium (ein S&P500 Wert; gehört also zu den größten 500 Unternehmen der USA), die 1983 gebaut wurde und aufgrund der zu hohen Gaspreise seid 2012 „eingemottet“ ist – und mit denen wir in Verhandlungen stehen:-) (!!!WICHTIG!!! – falls man sich fragt, wer all das GAS benötigt 😉


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Bevor es mit Bildern auf unsere gemeinsame Bohrplattform geht, vorab noch historische Basics und aktuelle Hintergründe, da Fragen diesbezüglich von allgemeinem Interesse scheinen…“Harte Kost zum Wochenende “ Zusätzliche Details jederzeit gerne pers….

Alaska besteht aus drei landschaftlichen Großräumen: der Gebirgskette entlang der gesamten südlichen Pazifikküste, der Yukon-Niederung mit ihrem Berg- und Hügelland sowie der Küstenebene („North Slope“) am Nordpolarmeer. Siehe: Wikipedia Alaska
Zur besseren Orientierung finden Sie die „Working-Interest-Karte“ vom KLU DIREKT vom Departement of Natural Resources.
Sie sehen, welch riesiges Gebiet „uns“ mit allen Bodenschätzen gehört. Siehe: Cookinlet-Working Interest 08.2016

Um einen drohenden Energieversorgungsnotstand zu verhindern, beschloss der Gesetzgeber im April 2010 die Förderung von Erdöl und Erdgas im Cook Inlet zu fördern. Mit dem Senate Bill 309 und der House Bill 280 beschlossen Senat und Parlament, sogenannte „Production Tax Credits” zu gewähren und damit einen Teil der Investitionskosten zurückzuerstatten. Die Art und Höhe der Förderung hängt von der Art der Ausgaben ab.
Bei Ausgaben für Bohrarbeiten (Well Lease Expenditures) werden im Ergebnis 65 Prozent der nachgewiesenen Kosten erstattet, bei anderen Investitionskosten, wie dem Bau der Infrastruktur zum Transport oder Weiterverarbeitung (Qualified Capital Expenditure), werden bis zu 45 Prozent der Ausgaben subventioniert.
Die fälligen Subventionen werden nach Vorlagen von Belegen bis spätestens 180 Tagen nach Einreichung bezahlt.

Siehe: Summary Taxcredits
Siehe:
Summary to 25million.pdf

Im Kitchen Light Unit (KLU) sind etwa nur 20% der Rohstoffreserven des Staates Alaska, dieses ist aber für 80% der Einwohner überlebenswichtig (allesamt Anchorage). Wie immer und überall geht es somit auch um Wählerstimmen für den agierenden Gouverneur😉
Alaska hat ein kapitalgedecktes Finanzsystem, welches diese Subventionen OHNE Erhöhungen der Steuer und/ oder Kürzungen der Renten ermöglicht.
Der Staatsfond Alaska wurde 1976 per Volksentscheid eingerichtet und durch Gewinne aus der lokalen Rohstoffförderung gespeist!
Aktuell sind dies ca. 54 MRD $, welcher den Einwohnern ein „bedingungsloses Grundeinkommen“ ermöglicht.

Siehe: Wikipedia – Permanent Fund

Aber zurück zur DOGAG: DIESE Subventionen dienten u.a. dazu die Wärmeversorgung in den Ballungsgebieten sicherzustellen. Jetzt besteht berechtigte „Sorge“, dass die DOGAG (Furie) das Gas über das einzige LNG, welches eine Exportlizenz besitzt, außerhalb z.B. Japan anbieten könnte. Alaska versucht sich jetzt durch den Erwerb des Gases unter der Erde zu sichern „gas in ground deal“. D.h. zum 30.03.2017 wird ein Volumen X gekauft und bezahlt!

Der US Investor, welcher die Finanzierung damals zusagte, bekäme einen Großteil der Kaufpreiszahlung…daher war und ist Herr Rieck bestrebt, diese jetzigen Finanzierung bei uns als Investoren zu lassen. Ende Oktober endet die jetzige Bohrsaison aufgrund beginnenden Eistriebs….
Auf den letzten Veranstaltungen wurde daher die „Offerte“ analog der Kondition des Investors angepasst….bei einer festen Laufzeit/ Zins bis zum 30.06.2017 (10 Monate).
Bei Interesse an dieser Investition bitte einfach einfach kurzen Hinweis an mich…


Auf unserer Bohrplattform angekommen und nach dem Sicherheitsbriefing inklusive weiterer interessanter Infos (Bohrtiefe von bis rund 7.300 Meter, maximale Wassertiefe bis zu 120 Metern = wichtig für die Erschließung unseres Erdölreservoirs…) hat uns anschließend James Pritchard, der Superintendent der „Randolph Yost“, ein Mann mit mehr als 40 Jahren Berufserfahrung und Deutsche Oel & Gas-Mann der ersten Stunde, persönlich alles gezeigt.
Die Dimensionen der Randolph Yost sind nur schwer transportierbar – die Plattform ist einfach nur riesig!

Erster Stopp: Die Schaltzentrale der Randolph Yost, von der die „Completion“ der ersten Bohrung in 2016 (KLU#3b) überwacht wird.

Hier der so genannten Diverter, der eingesetzt während eine Bohrung in Produktion gebracht wird (KLU#3b) – was für Dimensionen!!!

Und natürlich muss eine so große Bohrplattform laufend mit Material und Mannschaft versorgt werden.

Hier noch ein paar weitere Impressionen von der Randoplh Yost – wie gesagt einfach nur gigantisch!

Und weiter geht’s: Da beide Plattformen momentan „verbunden“ sind, ging es über eine Treppe von der Bohr- auf unsere „Julius R.“.

Mehr als sechs Jahre haben wir gemeinsam darauf hingearbeitet. Ich kann Ihnen gar nicht sagen, was das für ein unglaubliches Gefühl war auf unserer eigenen Produktionsplattform zu stehen – und die Gasproduktion hautnah zu erleben!
Aber natürlich nicht ohne eine weitere Sicherheitsschulung

Joe Basco, der Production Superintendent der Julius R. war ein super Guide und erklärte alles im Details.

Start, wie immer in der Schaltzentrale. Unglaublich, aber das ist alles was man braucht um die Julius R. mit bis zu sechs Bohrungen und somit unsere gesamte Erdgasproduktion zu steuern: Ein Monitor und zwei iPads!

Das Herz der Julius R: Die Produktionsebene – oder wie Joe Basco sagt: „The place where the magic happens“

Musik für unsere Ohren – die Methanoleinspritzung der Julius R.


 

 

 

 

 

 

…Später dann von mir weitere Eindrücke zu unserer 3 Hektar großen Verarbeitungsanlage…

Auf dem Rückweg von der Bohrplattform konnten wir uns schon einmal ein Bild unserer rund 3-Hektar großen und hochmodernen Verarbeitungsanlage auf der Kenai-Halbinsel machen – einfach nur unglaublich, was unsere Mannschaft vor Ort in nur einem Jahr aufgebaut hat!

Richey, aus Louisiana, ist Furies Production Superintendent und hat in seiner mehr als 30-jährige Karriere schon rund 100 Installationen und Inbetriebnahmen von Erdgas- und Erdölförderanlagen (Onshore- und Offshore) begleitet.


 

 

 

 

 

 

Unsere Führung startete in dem Kontrollraum, von wo aus die gesamte Verarbeitungsanlage überwacht und gesteuert wird. Dort hatten wir unter anderem detaillierte Einblicke in Förderraten und Verkaufsmengen.


 

 

 

 

 

 

Derzeit ist unsere Anlage auf die Verarbeitung von täglich bis zu rund 200 Millionen Kubikfuß Erdgas und rund 5.000 Barrel Erdöl konzipiert – und da sie modular aufgebaut ist, kann sie selbstverständlich jederzeit erweitert werden.

Nachdem das Erdgas (und später zeitgleich mit dem Erdgas auch das Erdöl) durch die rund 22 Kilometer lange Pipeline von der Produktionsplattform in der Anlage ankommt, wird es dort sofort weiterverarbeitet und verkauft.

Richey erklärt die so genannte „Trocknung“ des Erdgases, ein wesentlicher Verarbeitungsschritt bevor das Gas komprimiert und anschließend verkauft wird.



Sicherheit muss sein – die so genannte „Flare“.

Im letzten Gebäude dann die Vorrichtungen, um das Volumen des täglichen geförderten und verarbeiteten Erdgases exakt zu messen.


 

 

 

 

 

Mit breitem Lächeln prüft Bruce Webb „seine Cash machine“ – und hört im wahrsten Sinne des Wortes das Gas rauschen 😉

Und hier lächelt nicht nur Richey – von hier wird das (unser aller) verkaufte Erdgas in das Versorgungssystem geleitet.

Zum Ende dann noch ein neugieriger, im wahren Sinne Wortes „Zaungast“: Eine Elchkuh mit ihren zwei Kälbern – Alaska pur!

Ein wahrlich gebührender Abschluss eines besonderen Tages – und zweifellos ein Tag den wir alle lange in Erinnerung behalten werden.


Wer noch nicht genug hat, kann gerne Weiterlesen…Als nächstes schicke ich Ihnen weitere exklusive News und Hintergründe zum Markt sowie den weiteren Plänen.
Vielen Dank bis hierhin, vor allem für die zahlreichen Rückmeldungen von Ihnen, dass trotz der Menge an Informationen, Ihr Alaska Projekt transparenter und mit „Leben“ gefüllt wurde.
Dieses positive Feedback freut mich sehr.
Selbstverständlich bin ich wie gewohnt für Sie für offen geblieben Fragen erreichbar.

Hier noch ein paar aktuelle Infos zum lokalen Gasmarkt: Bei dem Besuch im Büro der Furie Operating Alaska hatte uns Mark Slaughter, der neue Leiter unseres Gasverkaufs, einen detaillierten Einblick in den Gasmarkt Alaskas gegeben.

Bevor Mark für unser Team gewinnen konnten, war er mehr als zehn Jahre bei Alaskas größtem Erdgasversorger ENSTAR tätig und hat in seiner Funktion als Einkaufsleiter unter anderem Verträge mit Marathon Oil, Chevron, ConocoPhillips, Hilcorp und Apache verhandelt – zweifellos eine große Bereicherung unseres Teams!

Hier die Aufteilung des Marktes nach Abnehmern und Jahren (Ist und Plan).

Wie Sie sehen, beläuft sich der jährliche Verbrauch in der Region auf rund 80 Bcf. Ab 2019 rechnen die Marktforscher mit außergewöhnlichem Wachstum, beispielsweise durch die (Wieder-) Inbetriebnahme der Düngemittelfabrik von Agrium und später durch die „Donlin“-Goldmine.

Was vielleicht nicht jedem bekannt ist, aber wir sind nicht nur das neueste Förderunternehmen im Cook Inlet, sondern mit den abgeschlossenen Verträgen (ab 2018 u.a. mit ENSTAR) auch das Zweitgrößte!

Und um unsere Position als Erdgas-Förderunternehmen richtig zu verstehen: Das KLU#3a ist bereits jetzt schon das Bohrloch mit der höchsten Tagesproduktion im gesamten Cook Inlet – und wird, nach Einschätzung der Geologen, wohl zukünftig nur noch von dem gerade in die Produktion gebrachten KLU#3b-Bohrloch übertroffen werden!

Die zweifellos interessanteste Neuigkeit jedoch war, dass wir mit KLU#3a und KLU#3b sowie den bereits unterschriebenen Abnahmeverträgen den Markt für weitere Anbieter „geschlossen“ haben, d.h. es für andere Förderunternehmen keinen Sinn mehr macht die Erdgasförderung aufzunehmen. Was das für unser Unternehmen vor allem vor dem Hintergrund, dass Hilcorp keine neuen Fördergebiete erschließen wird, bedeutet, muss ich ja nicht weiter ausführen!



Nachfolgend noch weitere News und Hintergründe aus Alaska: An unserem letzten Tag zeigte uns Bruce Webb in dem Büro der Furie die im vergangenen Jahr erworbene 3-D Seismik – und das war wirklich sehr beeindruckend.

In der 3-D Seismik sieht man zum einen genau die nachgewiesenen Gasreservoirs der KLU #3 a und b und zum anderen auch die Gasreservoirs, die wir mit der Bohrung der KLU #3 c nachweisen werden. Die 3-Seismik wird unser Team vor Ort selbstverständlich auch für die Weiterentwicklung der KLU und die Exploration von Erdöl nutzen.

In 2017 soll mit der „Randolph Yost“ (unten im Bild) neben der Completion der dritten Erdgasförderbohrung, auch die KLU #4 zu Ende gebohrt werden. Geplante Zieltiefe: Mindestens 17.000 Fuß (entspricht mehr als 5.000 Metern) – und wenn alles gut verläuft gerne auch tiefer😉

Wie Sie wissen, ist das Fördergebiet der KLU #4 rund 5 x so groß wie das der KLU #3 – und mit einem Potential von 132 Millionen Barrel ist das, wie Kay Rieck immer sagt, unser „Kuchen“!
Selbst wenn nur 50 Mio. Barrel förderbar wären- unglaublich…

Und das Beste: dieser Kuchen ist zudem noch mit der besonderen Qualität des Erdöls „garniert“. In unserem Fall Sweet Crude Öl = rund 20% wertvoller, als beispielsweise Brent.

Aufgrund dieser Qualität wird laut Mark Slaugther auch die Raffinerie Tesoro, die sich in unmittelbarer Nachbarschaft von unserer Verarbeitungsanlage befindet, somit auch alles Erdöl abnehmen – „egal wie viel wir produzieren!!!“

Über den Autor

Sönke Liebig, Sparkassenbetriebswirt, Versicherungsmakler (IHK Stade) und zertifizierter Vermögensberater (Frankfurt School Finance & Management), ist erfahrener Wertpapier- und Vorsorgespezialist. Der gefragte Sachverständige, Referent und Autor begann seine Laufbahn 1991 in der Sparkasse Bremen. Dort fokussierte er sich auf die Beratung von vermögenden Privatkunden, Institutionen und Stiftungen. Seit 2001 ist er als freier Vermögensberater und Wertpapierspezialist u.a. für die Euroimpulse, Cortal Consors Select (BNP) tätig und führt neben der "Exclusive Finance" zwei Gesellschaften der YPOS-Finanzgruppe.