Eingestellt am 3. Juni 2022 · Eingestellt in Alle Publikationen, YPOS I Inflationscheck

Nach Lesart des statistischen Bundesamtes sind die Konsumentenpreise in Deutschland im Mai 2022 gegenüber dem Vorjahresmonat um 7,9 Prozent gestiegen. Die für europäische Vergleichszwecke berechnete Inflationsrate (HVPI) beträgt 8,7 Prozent.

Für die gesamte Eurozone beträgt der Anstieg der Verbraucherpreise 8,1 Prozent. Die Kerninflationsrate liegt bei 3,8 Prozent. Im Vormonat waren es noch 3,5 Prozent.  Die langfristige Inflationserwartung für fünf Jahre in fünf Jahren liegt bei knapp 2,27 Prozent.  

Die anhaltend hohen Inflationsraten setzen die Geldpolitik unter Zugzwang. Doch besonders in der Eurozone wird es für die Zentralbank (EZB) nicht einfach die Inflation maßgeblich zu lenken. Der größte Anteil an den hohen Inflationsraten besteht aus Energie, Nahrungsmitteln, Alkohol und Tabak. Diese Bestandteile reagieren besonders auf die Verknappung des Angebots, was nicht zuletzt durch den Krieg in der Ukraine herbeigerufen wird. Auf diese Angebotsverknappung kann die EZB mit geldpolitischen Maßnahmen keinen Einfluss nehmen. 

Über den Autor

Sönke Liebig, Sparkassenbetriebswirt, Versicherungsmakler (IHK Stade) und zertifizierter Vermögensberater (Frankfurt School Finance & Management), ist erfahrener Wertpapier- und Vorsorgespezialist. Der gefragte Sachverständige, Referent und Autor begann seine Laufbahn 1991 in der Sparkasse Bremen. Dort fokussierte er sich auf die Beratung von vermögenden Privatkunden, Institutionen und Stiftungen. Seit 2001 ist er als freier Vermögensberater und Wertpapierspezialist u.a. für die Euroimpulse, Cortal Consors Select (BNP) tätig und führt neben der "Exclusive Finance" zwei Gesellschaften der YPOS-Finanzgruppe.