Eingestellt am 23. Mai 2013 · Eingestellt in YPOS I Markets

US-Notenbank tritt irgendwann auf die Bremse!

Die Frage ist nur: Wann ist es soweit? Im Rahmen der monatlichen Anhörung vor dem Ausschuss des US-Kongress‘ äußerte sich gestern der Präsident der US-Notenbank (FED), Ben Bernanke, zum ersten Mal bezüglich eines zeitlichen Rahmens einer möglichen Anpassung des laufenden Programms zum Ankauf von Anleihen. Demnach wäre es denkbar, eine Reduzierung des Umfangs (derzeit 85 Mrd. USD pro Monat) in einem der nächsten Treffen der FED zu beschließen. Voraussetzung sei jedoch, dass die Daten eine nachhaltige und dauerhafte Erholung des Arbeitsmarktes vermitteln. Im Falle einer erneuten Eintrübung der Wirtschaft und des Arbeitsmarktes sei die FED bereit, das Ankaufprogramm erneut zu erhöhen. Ein schrittweiser Rückzug  sei aber nicht mit einer Abkehr von der Niedrigzinspolitik gleichzusetzen. Ein zu frühes Ende der stimulierenden Geldpolitik brächte erhebliche Risiken für die US-Wirtschaft und damit den Arbeitsmarkt mit sich.

Später am Mittwoch wurde das Protokoll der letzten Sitzung der FED veröffentlicht. Hier forderten einige Teilnehmer bereits eine Reduzierung des Kaufprogramms im Juni 2013, wenn es die Wirtschaft zulässt.

Die Kapitalmärkte regierten zunächst euphorisch auf das Statement von Ben Bernanke und die Aktienmärkte zogen spürbar an. Doch nach der Veröffentlichung des FED Protokolls gaben die Märkte die Gewinne wieder ab und fielen signifikant. Doch nicht in einem Ausmaß, welches den globalen Sell Off, der im asiatischen Handel am Donnerstag begann, hätte vermuten lassen. Nach Eröffnung des europäischen Handels zeigt sich ein ähnliches Bild wie zuvor in Asien: Alle Aktienindizes befinden sich im tiefroten Bereich. Für diese Entwicklung ist jedoch nicht alleine die Nachrichtenlage um die US-Notenbank verantwortlich, sondern auch enttäuschende Wirtschaftsdaten aus China und die heftigen Gewinnmitnahmen am japanischen Markt. 

Welche Begründung auch für die Korrektur an den Märkten heran gezogen wird, die Befürchtung um ein bevorstehendes Ende der lockeren Geldpolitik (auch QE3 genannt) weckt bei manchem Anleger unangenehme Erinnerungen. Denn in der Vergangenheit war ein Ende der Ankaufprogramme der FED schlecht für den Aktienmarkt.  Abb.1 veranschaulicht diesen Zusammenhang und kann damit die Angst der Anleger vor einer größeren Korrektur begründen.

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Abb.1

Angesichts der stark gestiegenen Aktienkurse ist es keine schlechte Idee, auch einmal Gewinne vom Tisch zu nehmen. Doch auch wenn die Aktienmärkte nach den letzten fulminanten Monaten eine verdiente Pause einlegen, so ändert dies nichts am großen Bild: Im derzeitigen Umfeld sind Aktien eine absolut interessante und in Relation zu anderen Alternativen eine langfristig attraktive Anlageklasse.  

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Gewinnmitnahmen bestimmen Handel in Japan

Nach dem furiosen Anstieg der japanischen Aktienmärkte, der im November 2012 begann, nimmt sich der Markt zum ersten Mal eine größere Auszeit. Noch zu Beginn des Handelstages in Tokyo erreichten die japanischen Aktienmärkte ein neues Jahreshochs, dann begann die Abwärtsbewegung, die sich letztendlich verselbstständigte (Abb.2). Eine derartig große Bewegung an einem Handelstag treibt so manchem Anleger den Angstschweiß auf die Stirn. Doch angesichts der über 80 Prozent Gewinn, die man in den letzten 6 Monaten erreichen konnte, ist ein derartiger Verlust zu verschmerzen. Die starke Bewegung des Marktes sollte nicht überbewertet werden. Wenn man mit der Anlegermentalität der Japaner vertraut ist, weiß man, dass Investitionen in beide Richtungen ein hohes Tempo vorlegen.

Die Gründe für den Preisverfall führen japanische Analysten jedoch weniger auf das oft zitierte Protokoll der US-Notenbank zurück, sondern auf die zeitweise stark gestiegenen Zinsen am japanischen Anleihemarkt und enttäuschende Wirtschaftsdaten aus China. Die Konsequenz ist ein Dämpfer für den japanischen Aktienmarkt, der aller Wahrscheinlichkeit nach in Zukunft seine Gewinne mehr und mehr durch ökonomische Fakten verifizieren muss.

TOPIX

Abb.2 Quelle: Reuters Eikon / YPOS

Einkaufsmanager Index China auf 7 Monats-Tief

Die chinesische Wirtschaft kühlt sich mehr und mehr ab. Die jüngsten Daten des Einkaufsmanagerindex‘ aus dem Reich der Mitte deuten auf eine abkühlende Binnennachfrage und anhaltend schwache externe Nachfrage hin. Auch der Arbeitsmarkt zeigt Zeichen von Schwäche. Die Rufe nach einer Stimulation der Wirtschaft werden daher wieder lauter werden.

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Abb.3
HSBC Flash China Manufacturing PMI
Quelle: HSBC / Markit

 

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Über den Autor

Sönke Liebig, Sparkassenbetriebswirt, Versicherungsmakler (IHK Stade) und zertifizierter Vermögensberater (Frankfurt School Finance & Management), ist erfahrener Wertpapier- und Vorsorgespezialist. Der gefragte Sachverständige, Referent und Autor begann seine Laufbahn 1991 in der Sparkasse Bremen. Dort fokussierte er sich auf die Beratung von vermögenden Privatkunden, Institutionen und Stiftungen. Seit 2001 ist er als freier Vermögensberater und Wertpapierspezialist u.a. für die Euroimpulse, Cortal Consors Select (BNP) tätig und führt neben der "Exclusive Finance" zwei Gesellschaften der YPOS-Finanzgruppe.