Eingestellt am 29. Mai 2013 · Eingestellt in YPOS I Markets

Konjunktur in Europa

Deutscher Arbeitsmarkt

Die Zahl der Arbeitslosen ist in Deutschland überraschend stark gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt heute mitteilte, stieg die Anzahl der Arbeitslosen im Mai im Vergleich zum Vormonat um 21.000 Personen. Damit erhöht sich die Arbeitslosenzahl auf 2,963 Millionen. Noch zeigt sich der Arbeitsmarkt in Deutschland in robuster Verfassung. Vor allem, wenn man bedenkt, wie es aktuell in vielen europäischen Nachbarländern aussieht. Doch wenn sich außerhalb Deutschlands wirtschaftlich nichts zum Besseren wendet, dann wird es nur eine Frage der Zeit sein, bis sich auch in Deutschland die Situation verschlechtert.

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Abb.1

60 Mrd. Euro gegen Jugendarbeitslosigkeit

Das große Problem der hohen Jugendarbeitslosigkeit in Europa wurde mittlerweile auch von der Politik bemerkt. Der Zahl von 6 Millionen Personen unter 25 ohne Job soll jetzt eine Summe von 60 Milliarden Euro entgegen gestellt werden. Diese soll genutzt werden, um die Jugendarbeitslosigkeit einzudämmen. Konkret werden die Mittel von der Europäischen Investitionsbank bereit gestellt und sollen Unternehmen durch zinsgünstige Kredite Anreize geben, jungen Menschen eine Ausbildung oder eine Anstellung zu bieten. Angesichts der Dimension des Problems eine nette Idee, doch leider nur ein Tropfen auf den heißen Stein. In den meisten Ländern ist die Jugendarbeitslosigkeit nicht ohne weiteres zu lösen, da sie lediglich ein Symptom jahrelang verpasster Reformen darstellt.

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Wirtschaftserholung

Die Hoffnung auf eine Erholung der europäischen Wirtschaft kann kurzfristig nur drauf fußen, dass die Politik den Ernst der Lage erkennt und intelligente Impulse zur Förderung des Wachstums setzt. Eine Möglichkeit bestünde darin, die teilweise sehr harten Fiskalbandagen kurzfristig zu lockern, um langfristig Strukturreformen zu ermöglichen. Dies wird aktuell bereits praktiziert: Das Defizit-Ziel von 3 Prozent wird aktuell für viele Euroländer gelockert. Dies wird kaum genügen, um „blühende Landschaften“ zu erzeugen, doch kann es ein erster Schritt zur Stabilisierung sein. Langfristig gilt es, für die Krisenländer ein nachhaltiges Wachstumsmodell zu entwickeln. Dies kann von Seiten der Politik gesteuert bzw. unterstützt werden. Hierbei handelt es sich um einen Prozess, der nicht von heute auf morgen Erfolg verspricht, doch letztendlich alternativ los ist.

US-Wirtschaft im Höhenflug

Case-Shiller-Hauspreisindex

Die US-Konjunkturdaten, welche diese Woche veröffentlicht wurden, überraschten stark positiv. Zum einen stieg der Case-Shiller-Hauspreisindex mit einer Veränderung von 10,87 Prozent zum Vorjahresmonat. Die Entwicklung der Hauspreise ist enorm wichtig für den Konsum in den USA. Dieser wiederum ist mit ca. 70 Prozent der wichtigste Faktor für das US-Wirtschaftswachstum.

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Konsumentenvertrauen

Wie die steigenden Hauspreise erwarten lassen, entwickelt sich die Stimmung der US-Konsumenten ebenfalls positiv. Am 28. Mai wurde vom Conference Board die wichtigste Erhebung zum Konsumentenvertrauen veröffentlicht (Abb.4). Der Index erreichte mit einem Wert von 76,30 Indexpunkten den Höchsten Stand seit Februar 2008. Mit diesem Wert übertraf der Index die Erwartungen um ganze 5,2 Indexpunkte.

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Folgen für US-Geldpolitik

Das Bild, welches die volkswirtschaftlichen Daten diese Woche zeigten, lässt es immer wahrscheinlicher werden, dass die US-Notenbank in den kommenden Monaten ihre quantitative Lockerung der Geldpolitik verlangsamt. Eine wichtige Veröffentlichung bleibt noch abzuwarten. Am 7. Juni wird der Arbeitsmarktbericht für Mai veröffentlicht. Wenn dieser die guten Daten bestätigt, dann könnte die FED ihr Ankaufprogramm von Staatsanleihen und Hypothekenanleihen bereits im Juni oder Juli reduzieren. Der Anleihemarkt nimmt diese Ereignisse bereits voraus. Die Zinsen für US-Staatsanleihen mit 10 Jahren Restlaufzeit sind zeitweise bis auf 2,23 Prozent angestiegen.

 

Konsequenzen für den Aktienmarkt

Die kurzfristigen Auswirkungen auf die Kapitalmärkte sind, wie immer,  nur schwer abzuschätzen. Grundsätzlich sollten die global niedrigen Zinsen und die einseitige Übergewichtung von Anleihen den Aktienmarkt langfristig stützen. Teilt man steigende Märkte in drei Abschnitte ein, dann befindet sich der Aktienmarkt offenkundig im zweiten Abschnitt.

 

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Anleger sollten Ihre Vermögensstruktur auf die Höhe und die Zusammensetzung der Aktienquote prüfen. Häufig ist die Verteilung nicht effizient und führt zu unterdurchschnittlichen Anlageergebnissen. Für eine Analyse Ihrer Anlagestrategie stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

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Über den Autor

Sönke Liebig, Sparkassenbetriebswirt, Versicherungsmakler (IHK Stade) und zertifizierter Vermögensberater (Frankfurt School Finance & Management), ist erfahrener Wertpapier- und Vorsorgespezialist. Der gefragte Sachverständige, Referent und Autor begann seine Laufbahn 1991 in der Sparkasse Bremen. Dort fokussierte er sich auf die Beratung von vermögenden Privatkunden, Institutionen und Stiftungen. Seit 2001 ist er als freier Vermögensberater und Wertpapierspezialist u.a. für die Euroimpulse, Cortal Consors Select (BNP) tätig und führt neben der "Exclusive Finance" zwei Gesellschaften der YPOS-Finanzgruppe.