Eingestellt am 12. Juni 2013 · Eingestellt in YPOS I Markets

Anfang vom Ende – Emerging Markets

Die Anzeichen einer bevorstehenden Reduzierung des Anleihekaufprogramms der US-Notenbank (FED) plus eine sich abzeichnende Schwäche der chinesischen Wirtschaft haben zu einem heftigen Abverkauf aller Investments (Währungen, Anleihen und Aktien) aus dem Bereich der Emerging Markets geführt. Ein weiterer Faktor ist die japanische Notenbank, die es dem Kapitalmarkt kurzfristig verweigert, noch mehr zu tun, um den Yen zu schwächen. Als Reaktion hierauf begannen einige Länder mit Maßnahmen, um ihre nationalen Währung zu stabilisieren. In anderen Ländern befindet sich der Aktienmarkt, wie etwa in Brasilien, nun offiziell im Bärenmarkt. Viele Emerging Market Länder haben, insbesondere am Anleihemarkt massiv von der lockeren Geldpolitik der FED profitiert. Diese Entwicklung beginnt sich langsam umzukehren.  Dabei könnte der gestrige Handelstag ein Warnschuss gewesen sein. Wir gehen davon aus, dass der Markt bei dem Versuch, die FED Geldpolitik zu antizipieren, etwas weit voraus geprescht ist.

EM Assets

Abb.1

Betrachtet man die US-Zinsstrukturkurve (Abb.2), lässt sich eine eingepreiste Zinserhöhung für 2014 erkennen. Bei allem Optimismus für die US-Wirtschaft muss man ein solches Szenario jedoch anzweifeln. Es ist anzunehmen, dass die Märkte an dieser Stelle etwas zurück rudern müssen. Doch für den Anleger sollten die Ereignisse im Bereich Emerging Markets als auch im Anleihemarkt für entwickelte Länder einen Aha-Effekt mit sich bringen. Die Bewertung des Anleihemarktes ist durch die Zentralbankpolitik in eine derart hohe Region gestiegen, dass hier das wohl am meisten unterschätzte Risiko für den vermeintlich konservativen Anleger vorborgen liegt.

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Abb.2
In den vergangenen 6 Monaten sind die Zinsen auf dem langen Ende der Zinsstrukturkurve zum Teil stark gestiegen.

Der gestörte Markt

Die beunruhigendste Beobachtung, die man in den letzten Tagen machen konnte, war, wie ähnlich sich verschiedene Anlageklassen verhalten. In einem „normalen“ Kapitalmarkt sind kurzfristige Schulden (Anleihen) von erstklassigen Schuldnern (z.B.: Deutschland/USA) das, was einer risikolosen Anlage am nächsten kommt. In einem Kapitalmarkt, der nicht durch externe Einflüsse (z.B. Zentralbanken) beeinflusst ist, würde Geld in den sicheren Bereich des Marktes fließen, wenn risikoreiche Anlagen (z.B. Aktien) nicht gefragt sind. Denn in der Theorie steigen und fallen Aktien mit der Aussicht, dass die Unternehmensgewinne potenziell steigen oder fallen. Im Fall einer wirtschaftlich schwierigen Periode würden demnach Anleger Anleihen kaufen, denn dort bekommt man eine kleine, aber eine relativ sichere Rendite. Doch wir leben nicht unter NORMALEN UMSTÄNDEN. Durch die geldpolitische Lockerung wurden die sicheren Anlageklassen dermaßen verteuert, dass man im wahrsten Sinne des Wortes Geld mitbringen muss, um sein Geld in Anleihen von z.B. Deutschland oder der Schweiz investieren zu können (Abb.3).

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Abb.3 Kurs-Gewinn-Verhältnis von Aktien und Anleihen

Die Zentralbanken haben diesen Marktmechanismus durch ihre Eingriffe in die Märkte vorläufig außer Kraft gesetzt. Durch die Anleihekäufe der Zentralbanken fielen die Renditen auf ein so unattraktives Niveau, dass immer mehr Anleger höhere Risiken eingingen. Die Konsequenz: Die traditionellen Marktmechanismen funktionieren derzeit nicht, Aktien und die vermeintlich sichern Anleihen fallen und steigen gemeinsam (Abb.4).

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Abb.4

Wie Sie Ihre Vermögensstruktur auf diese ungewöhlichen Zeiten einstellen, erläutern wir Ihnen gerne im Rahmen eines kostenlosen Erstgespräches.

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Über den Autor

Sönke Liebig, Sparkassenbetriebswirt, Versicherungsmakler (IHK Stade) und zertifizierter Vermögensberater (Frankfurt School Finance & Management), ist erfahrener Wertpapier- und Vorsorgespezialist. Der gefragte Sachverständige, Referent und Autor begann seine Laufbahn 1991 in der Sparkasse Bremen. Dort fokussierte er sich auf die Beratung von vermögenden Privatkunden, Institutionen und Stiftungen. Seit 2001 ist er als freier Vermögensberater und Wertpapierspezialist u.a. für die Euroimpulse, Cortal Consors Select (BNP) tätig und führt neben der "Exclusive Finance" zwei Gesellschaften der YPOS-Finanzgruppe.